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Angriff
Irak startet neue Offensive gegen IS-Terroristen

Schiitische Milizen rüsten sich zum Gegenschlag: Ramadi soll umgehend zurückerobert werden. Keystone

Schiitische Milizen und die irakische Armee haben eine Offensive gegen die IS-Miliz begonnen. Der Einsatz erfolgt Tage nachdem aus den USA Zweifel an der irakischen Kampfmoral geäussert worden waren.

Veröffentlicht am 26.05.2015

Der Irak hat nach offiziellen Angaben eine Offensive für die Rückeroberung der Wüstenprovinz Anbar von der IS-Terrormiliz gestartet. Der Einsatz ist am Dienstag in der Wüste nordöstlich von Ramadi angelaufen.

Das sagte ein Sprecher einer schiitischen Miliz, die mit der Armee gegen den IS kämpft. Etwa 4000 Kämpfer rückten auf den Norden Ramadis vor, sagte er.

«Nachschublinien abgeschnitten»

Inzwischen seien «alle Nachschublinien für den IS abgeschnitten», sagte ein Mitglied des Provinzrates am Dienstag. Allerdings hätten sich die Dschihadisten vermutlich in Ramadi verschanzt und ihre Positionen mit Sprengfallen abgesichert, wie sie es zuvor in anderen eroberten Städten getan haben.

Der IS eroberte vor über einer Woche Ramadi und wenige Tage später in Syrien auch die strategisch wichtige Stadt Palmyra. Die Extremisten feierten damit zwei ihrer grössten Erfolge.

Anstachelnde Kritik aus den USA

US-Verteidigungsminister Ash Carter warf den irakischen Streitkräften deswegen vor, keinen Kampfeswillen zu haben. Obwohl sie dem Gegner zahlenmässig weit überlegen gewesen seien, hätten sie sich zurückgezogen.

(sda/gku)

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