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Iran beginnt Militär-Manöver in der Strasse von Hormus

Die Lage an der Strasse von Hormus spitzt sich weiter zu. (Bild: Keystone)

Die iranische Revolutionsgarde hat ein Militär-Manöver in der Strasse von Hormus begonnen. Die am Samstag gestartete Übung war schon seit Wochen geplant. Im Süden des Irans seien auch Bodentruppen bet

Veröffentlicht am 04.02.2012

Die iranische Revolutionsgarde hat ein Militär-Manöver in der Strasse von Hormus begonnen.  Ob die Bodentruppen an einer gemeinsamen oder an einer separaten Übung teilnehmen, liess der Bericht offen. Die Revolutionsgarde steht unter direkter Kontrolle des geistlichen Führers Ayatollah Ali Chamenei und ist unter anderem für das Raketenprogramm des Landes verantwortlich.

Chamenei hatte in einer Fernsehansprache am Freitag vor ausländischen Angriffen auf die iranischen Atomanlagen gewarnt. Solche Angriffe würden den US-Interessen im Nahen Osten  «  zehn Mal mehr »    schaden als dem Iran, erklärte er.Chamenei sicherte allen Gegnern Israels die Unterstützung seines Landes zu.

Für die vom Iran unterstützten Extremistengruppen wie der Hisbollah im Libanon war dies ein Zeichen dafür, dass sie im Falle eines israelischen Angriffs auf den Iran wohl grünes Licht aus Teheran für eigene Schläge gegen Israel erhalten werden.Warnungen an die OPECDie offizielle israelische Politik ist derzeit aber allem Säbelrasseln zum Trotz, den von EU und USA beschlossenen Sanktionen Zeit zu geben, damit sie ihre Wirkung entfalten können.

Allerdings sagte der iranische Ölminister Rostam Kassemi am Samstag, der Iran habe bereits Abnehmer identifiziert, die die EU-Staaten als Käufer iranischen Öls ersetzen könnten.Ausserdem warnte Kassemi Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten davor, ihre Ölproduktion zu erhöhen, um den möglichen Ausfall iranischer Lieferungen aufzufangen. Das Kartell solle sich nicht als politische Waffe gegen einen Mitgliedsstaat benutzen lassen, sagte er.

(chb/sda)

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