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Iran dreht Europa den Öl-Hahn zu

Iran Präsident Mahmud Ahmandinedschad will neue Atomprojekte einweihen. (Bild: Keystone)

Als Reaktion auf das beschlossene Ölembargo der EU soll der Iran einem Fernsehbericht zufolge wie angedroht die Öllieferungen an sechs europäische Staaten gestoppt haben.

Veröffentlicht am 15.02.2012

Die Öllieferungen an die Niederlande, Griechenland, Portugal, Italien, Frankreich und Spanien seien eingestellt worden, berichtete der staatliche englischsprachige Sender Press TV am Mittwoch. Das iranische Aussenministerium hatte am Mittwoch die Botschafter der sechs Länder einbestellt, wie der Nachrichtendienst Khabar berichtete.

Die EU beschloss das Embargo, um den Iran im Streit über das Atomprogram des Landes zum Einlenken zu zwingen. Das EU-Embargo soll am 1. Juli in Kraft treten.

In der Übergangszeit hätten besonders vom iranischen Öl abhängige Länder wie das ohnehin schwer angeschlagene Griechenland Zeit haben sollen um sich der Lage anzupassen.

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie ein Programm zum Bau von Atomwaffen zu betreiben, und hat deshalb umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wollte nach Meldungen iranischer Medien noch am Mittwoch gleich drei neue Atomprojekte einweihen. Unter anderem sollte eine Anlage zur Urananreicherung in Natans in Betrieb genommen werden, berichtete das Staatsfernsehen.

Bei dem zweiten Projekt geht es nach Angaben des Fernsehens um die Installation von im Iran hergestellten Brennstäben in einem medizinischen Forschungsreaktor in Teheran. Dieser hatte bisher mit Brennstäben aus Argentinien gearbeitet. Ferner geht es um die Einweihung neuartiger Zentrifugen.

(vst/sda)

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