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Warnung
Iran sieht Abkommen bei US-Ausstieg am Ende

Ali Laridschani: Der mächtige Sprecher des Parlaments warnt vor Konsequenzen. Keystone

Die Islamische Republik vor «globalem Chaos» bei einem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen. Ohne die Amerikaner sei der Vertrag am Ende, so Ali Laridschani, der Sprecher des Parlaments.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Wenige Stunden vor der Bekanntgabe einer neuen Iran-Strategie der USA durch Präsident Donald Trump hat die Islamische Republik vor den Konsequenzen eines Ausstiegs aus dem internationalen Atomabkommen gewarnt.

Wenn die USA den Vertrag aufkündigten, sei das Abkommen am Ende, sagte der Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Laridschani, am Freitag nach Angaben der russischen Agentur Tass. Ein solcher Schritt könne zu einem globalen Chaos führen, zitierte die Agentur Laridschani weiter.

Russland soll helfen

Der Parlamentssprecher traf bei einem Kongress in St. Petersburg auch Vertreter der russischen Duma. Der Agentur Interfax zufolge forderte er Russland auf, eine wichtige Rolle zur Lösung der Krise rund um das Atomabkommen zu übernehmen.

Trump will seine neue Iran-Strategie am frühen Abend (MESZ) verkünden. Der US-Präsident muss regelmässig dem Kongress mitteilen, ob sich der Iran nach seiner Ansicht an die Vereinbarung mit den fünf UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland von 2015 hält. Verweigert er die Zertifizierung, muss der Kongress binnen 60 Tagen über Konsequenzen entscheiden.

(reuters/gku)

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