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Iran will US-Sanktionen nicht länger hinnehmen

Ajatollah Ali Chamenei: Er warnt vor Gegenmassnahmen. Keystone

Iran droht mit Vergeltung, falls die USA ihn weiterhin mit Sanktionen belegen. Wie genau die Islamische Republik den Amerikanern Paroli bieten will, ist aber nicht klar.

Veröffentlicht am 23.11.2016

Der Iran hat den USA mit Vergeltung gedroht, sollten sie die Sanktionen gegen die Islamische Republik für weitere zehn Jahre verlängern. Dies wäre eine Verletzung des Atomabkommens, sagte das geistliche und politische Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Die US-Regierung habe die Vereinbarung bereits mehrfach verletzt. Er führte allerdings nicht aus, wie eine Reaktion auf erneute Sanktionen aussehen könnte.

Das US-Repräsentantenhaus hat die Verlängerung der bis Ende 2016 befristeten Strafmassnahmen bereits verabschiedet. Bevor sie in Kraft treten kann, müssen noch der US-Senat zustimmen und -Präsident Barack Obama das Gesetz unterzeichnen.

Trump will Abkommen beenden

Das mit den fünf Vetomächten des Uno-Sicherheitsrats und Deutschland ausgehandelte Atomabkommen sieht die schrittweise Aufhebung internationaler Wirtschaftssanktionen gegen den Iran vor. Im Gegenzug verpflichtet sich der Iran, sein Atomprogramm so weit einzuschränken, dass er keine Atomwaffen entwickeln kann. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf davon gesprochen, das Abkommen aufzukündigen.

(reuters/mbü/chb)

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