Nach dem Öl-Service-Unternehmen Weatherford will Irland weitere grosse Konzerne zum Standortwechsel von der Schweiz auf die Grüne Insel bewegen. Verhandlungen darüber seien mit mehreren Firmen im Gange, bestätigte die irische Agentur für Standortförderung (IDA) der Zeitung «Schweiz am Sonntag». «Die Schweiz ist ein Schlüsselmarkt für uns», sagte IDA-Sprecher Emmet Oliver dem Blatt.

Der Konzern Weatherford - einer der grössten Ausrüster für die Öl- und Gasförderung - hatte in der vergangenen Woche die Verlegung seiner 2008 in Genf und Zug eingerichteten Standorte nach Irland bekanntgegeben. Dies werde es ermöglich, zu tiefstmöglichen Kosten zu arbeiten und die besten Mitarbeiter anzuziehen, erklärte Konzernchef Bernard Duroc-Danner. An der Zürcher Börse SIX wird Weatherford mit 13 Milliarden Franken bewertet.

Werbung mit Zugang zur Euro-Zone

Dublin hat laut Oliver in der Schweiz Unternehmen aus der Finanz- sowie der Pharma-, Chemie- und Nahrungsmittelbranche im Visier. Man werbe auch damit, dass ein Standort in Irland den direkten Zugang zum Markt der Euro-Zone sichere. Laut «Handelszeitung»sind für viele Multis die Unternehmenssteuersätze der Iren verlockend. Dort liege der übliche Steuersatz bei im internationalen Vergleich niedrigen 12,5 Prozent. In der Schweiz seien es 21 Prozent.

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