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Durchbruch
Israel dreht für die Palästinenser den Hahn auf

Vereinbarung unterzeichnet: Vertreter Israels, der USA und von den Palästinensern nehmen Stellung. Keystone

Israel versorgt die Palästinenser mit mehr Trinkwasser. Bei dem Deal haben die USA mitgewirkt.

Veröffentlicht am 13.07.2017

Seit Jahren streiten Israel und die Palästinenser um die Wasserversorgung in der Region. Nun will Israel den Palästinensern jährlich zusätzlich 32 Millionen Kubikmeter Wasser liefern. Eine entsprechende Vereinbarung präsentierten beide Seiten am Donnerstag in Jerusalem.

22 Millionen Kubikmeter werden danach künftig in das Westjordanland verkauft, zehn Millionen Kubikmeter in den Gazastreifen. Im vergangenen Jahr hatte Israel davon gesprochen, 64 Millionen Kubikmeter an die Palästinenser zu liefern.

Teil von ambitioniertem Projekt

Die Abmachung ist Teil des geplanten milliardenschweren «Friedenskanals» zwischen dem Roten und dem Toten Meer. Mit dem Projekt wollen Israel, die Palästinenser und Jordanien die Knappheit von Trinkwasser in der Region lindern und zur Rettung des Toten Meeres beitragen. Der Salzsee trocknet seit Jahren aus.

«Dies wird das Leiden der Palästinenser lindern, welches sich mit dem Beginn des Sommers noch verstärkt hat«, sagte der Leiter der Palästinensischen Wasserbehörde, Masin Gunaim. Zachi Hanegbi, israelischer Minister für regionale Kooperation, nannte den Kanal das «grösste, ambitionierteste Projekt, das je in der Region initiiert wurde».

Der Gesandte der US-Regierung, Jason Greenblatt, sprach von einem «wichtigen Schritt», um das Kanalprojekt voranzubringen. Nach Angaben der Israelis hatte er in der Sache vermittelt. Die Palästinenser werfen den Israelis seit Jahren vor, ihnen nicht genügend Wasser zu liefern – und weniger als sie nach den Oslo-Verträgen von 1995 müssten. Die Israelische Wasserbehörde weist den Vorwurf zurück. Es würde mehr als doppelt so viel geliefert wie Israel müsse, sagte ein Sprecher.

(sda/mbü)

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