israel hat seine Offensive im Gazastreifen auch in der Nacht zum Montag fortgesetzt. Bei einem Luftangriff auf ein Haus in Gaza seien drei Menschen getötet worden, sagte ein Sprecher des Hamas-geführten Gesundheitsministeriums.

Damit stieg die Zahl der seit Mittwoch bei der Offensive getöteten Palästinenser auf mindestens 80. Bei ihren Angriffen zerstörte die israelische Luftwaffe zudem die zweitgrösste Polizeistation in Gaza und beschoss von Schiffen aus den Hafen der Stadt.

Am Sonntag waren bei den Angriffen nach palästinensischen Angaben 31 Menschen getötet worden, darunter mindestens zehn Kinder und sechs Frauen. Eine 60-jährige Frau wurde demnach beim Beschuss ihres Hauses in Rafah getötet. Damit stieg die Zahl der palästinensischen Todesopfer am Sonntag auf 31, das war die höchste Opferzahl seit Beginn der israelischen Offensive am Mittwoch. Insgesamt wurden seither mindestens 77 Palästinenser und drei Israelis getötet.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Israel und die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas auf, sich unter der Vermittlung Ägyptens um eine Feuerpause zu bemühen. Er kündigte in einer in New York veröffentlichten Erklärung an, in die Region zu reisen. Ein Termin wurde zunächst nicht genannt.

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Nach offiziellen israelischen Angaben wird der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle am Montag in Israel erwartet, ebenso wie der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, Tony Blair.

(tke/aho/sda)