Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Pläne zum Bau von 20'000 weiteren Wohnungen für Siedler im besetzten Westjordanland vorerst gestoppt. Bauminister Uri Ariel sei angewiesen worden, die Pläne zu überprüfen, teilte Netanjahus Büro mit.

Ariel habe ohne Absprache agiert; sein Schritt stelle eine «unnötige Konfrontation der internationalen Gemeinschaft» dar. Erst vor einer Woche hatte US-Aussenminister John Kerry den israelischen Siedlungsbau als völkerrechtswidrig und als Hindernis für den Frieden kritisiert.

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Am Dienstag hatte die Bürgerrechtsgruppe «Frieden Jetzt» mitgeteilt, dass das israelische Bauministerium den Bau einer Rekordzahl von 20'000 weiteren Wohnungen ausgeschrieben habe. Die Palästinenserführung drohte umgehend mit einem Abbruch der seit Ende Juli laufenden Friedensverhandlungen, die ohnehin bereits seit Wochen auf der Stelle treten.

(sda/muv/vst)