Die Waffenruhe soll nach zähem diplomatischem Ringen die acht Tage dauernde israelische Offensive und die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen beenden. Ägypten hatte in dem Konflikt vermittelt.

In ägyptischen Kreisen hiess es zudem, die Waffenruhe habe die «Garantien» Ägyptens. Aus israelischen Kreisen verlautete, Israel habe der Waffenruhe zugestimmt, werde aber nicht - wie von der Hamas gefordert - die Blockade das Gazastreifens komplett aufheben. Weitere Details waren in Jerusalem zunächst nicht zu erfahren.Kurz zuvor hatte ein Palästinenser, der mit den Verhandlungen vertraut ist, Reuters gesagt, es werde eine Waffenruhe geben.

US-Aussenministerin Hillary Clinton war im Laufe des Tages nach Kairo gereist, um mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zu beraten. Zuvor hatte sie in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und im Westjordanland mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas gesprochen.

Bereits am Dienstag hatte ein Hamas-Vertreter Reuters gesagt, man habe sich geeinigt. Israel hatte dem aber umgehend widersprochen. Ein Bombenanschlag auf einen Bus in Tel Aviv dämpfte zunächst die Hoffnungen auf eine rasche Waffenruhe im Nahost-Konflikt. Mindestens 20 Menschen wurden bei dem Attentat am Mittwoch zum Teil schwer verletzt.

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Über Nacht hatte Israel mehr als 100 Ziele im Gazastreifen beschossen, radikale Islamisten feuerten von dort 31 Raketen auf Israel. Seit Beginn der Gazaoffensive am Mittwoch vergangener Woche wurden 146 Palästinenser getötet, rund die Hälfte davon Zivilisten. Auch fünf Israelis kamen ums Leben, darunter ein Soldat.