Nach dem Zusammenbruch der Feuerpause zwischen Israel und den Palästinensern hat die israelische Regierung ihre Delegation bei den Verhandlungen in Kairo über eine langfristige Waffenruhe zurückbeordert. Ein Regierungssprecher sagte, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die Delegation angewiesen zurückzukehren.

Zuvor waren aus dem Gaza-Streifen nach israelischen Armeeangaben drei Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert worden, Berichte über Opfer gab es nicht. Netanjahu hatte daraufhin Vergeltungsangriffe im Gaza-Streifen angeordnet. En Reuters-Augenzeuge beobachtete, wie ein israelisches Militärflugzeug ein Ziel östlich von Gaza-Stadt attackierte.

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Viele zivile Opfer

Die ursprünglich auf fünf Tage angesetzte Feuerpause war um 24 Stunden verlängert worden und sollte um 23 Uhr enden. Bis dahin sollte eine Einigung in Kairo stehen. In dem seit Anfang Juli dauernden Konflikt wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums auf Seiten der Palästinenser 2016 Menschen getötet, die meisten Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

(reuters/chb)