Die italienische Börsenaufsicht schiebt Leerverkäufen (Short Selling) von Bank- und Versicherungsaktien erneut einen Riegel vor. Das Verbot gelte ab sofort bis zum 27. Juli, teilte die Behörde am Montag mit.

Spanien zog kurz darauf nach und verbot Leerverkäufe in allen Papieren für die kommenden drei Monate. Die Märkte sackten daraufhin europaweit ab, der Euro rutschte unter 1,21 Dollar auf ein neuerliches Tief seit Juni 2010.

Italien steht zusammen mit Spanien aus Furcht vor einer Eskalation der Euro-Krise an den Märkten unter Druck. Vor allem Bankenaktien reagierten mit Kursabschlägen. Einige italienische Titel wie jene von UniCredit, Mediobanca oder der Intesa Sanpaolo wurden vorübergehend vom Handel ausgesetzt.

Bei Leerverkäufen leihen sich Investoren Aktien und verkaufen sie, um sie zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen und dem Verleiher zurückzugeben. Das kann Kursausschläge einer Aktie drastisch beschleunigen.

(aho/rcv/sda)