Die italienische Regierung will Spitzenmanager mehrerer Staatskonzerne austauschen. Wie erwartet schlug die Notenbank vor, den Vertrag mit dem Chef des Energieunternehmens Eni, Paolo Scaroni, nicht zu verlängern und stattdessen den bisher für die Ölförderung zuständigen Manager Claudio Descalzi an die Spitze des Agip-Mutterkonzerns zu berufen. Chef des skandalgeplagten Rüstungsunternehmens Finmeccanica soll Mauro Moretti werden, der die staatliche Eisenbahn FS erfolgreich sanierte.

Auch im Management von Italiens grösstem Stromversorger Enel soll frischer Wind wehen: Chef soll Francesco Starace werden, der bislang den Ökostromerzeuger Enel Green Power führt. Der neue Ministerpräsident Matteo Renzi hat versprochen, Vetternwirtschaft zu bekämpfen und Spitzenposten nicht mehr über Mauscheleien zu besetzen.

(reuters/tke)