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Diplomatie
Italien will Steuerabkommen mit der Schweiz

Enrico Letta: Der Regierungschef will eine Lösung im Steuerstreit mit der Schweiz. (Bild: Keystone)

Italien eröffnet eine neue Front im Steuerstreit: Enrico Letta - der neue Regierungschef des südeuropäischen Landes - will mit der Schweiz ein Steuerabkommen aushandeln.

Veröffentlicht am 20.06.2013

Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta sieht den Zeitpunkt gekommen, um mit der Schweiz die Verhandlungen für ein Steuerabkommen abzuschliessen. Die Bedingungen seien vorhanden für ein «positives und vorteilhaftes» Abkommen.

Jetzt sei ein «guter Zeitpunkt» für den Versuch einer Einigung. Italien jedenfalls sei gewillt dazu, sagte Letta vor den Medien in Rom. «Wenn nicht jetzt, wann dann?», sagte er laut Berichten von italienischen Nachrichtenagenturen. Das Thema werde «demnächst» angepackt. 

Mit Italien und Griechenland hat Bern Verhandlungen aufgenommen für ein Abgeltungssteuer-Abkommen. Damit sollen unversteuerte Gelder auf Schweizer Konten regularisiert werden. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hatte im vergangenen Februar zu den Gesprächen mit Italien gesagt, sie glaube nicht, dass ein Abkommen mit Rom vor 2015 in Kraft treten könne. 

Mit Grossbritannien und Österreich sind Abgeltungssteuer-Abkommen in Kraft. Mit Deutschland scheiterte das ausgehandelte Abkommen am Widerstand in der Länderkammer (Bundesrat).

(muv/awp/sda)

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