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Italiens Bevölkerung schrumpft

Kinderwagen: Sie sind in Italien weniger häufiger anzutreffen als auch schon. Keystone

In Italien sinkt erstmals seit über drei Jahrzehnten die Zahl der Einwohner. Denn es werden so wenige Babys geboren wie noch nie in der Staatsgeschichte.

Veröffentlicht am 19.02.2016

In Italien sind im vergangenen Jahr so wenige Babys wie nie geboren worden. Im Vergleich zu 2014 sank die Zahl um drei Prozent auf 488’000, wie die Statistikbehörde Istat am Freitag mitteilte. Das war die niedrigste Zahl seit der italienischen Staatsgründung vor 154 Jahren. Dem standen 653’000 Todesfälle gegenüber. Die Bevölkerungszahl insgesamt sank erstmals seit drei Jahrzehnten.

Die Statistiker führten die Entwicklung auf die wirtschaftlichen Probleme zurück. Junge Paare bekämen wegen der trüben Aussichten am Arbeits- und am Wohnungsmarkt und der allgemeinen Unsicherheit weniger Kinder und zu einem späteren Zeitpunkt. Italien hat seine dreijährige Rezession zwar mittlerweile überwunden, die Konjunktur ist aber noch immer vergleichsweise mau. Die Arbeitslosenquote liegt bei über elf Prozent.

(sda/mbü)

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