Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach langer Blockade eine weitere Tranche seiner Rettungskredite an Griechenland freigegeben. Der IWF-Verwaltungsrat, in dem die 188 Mitgliedstaaten vertreten sind, stimmte der Auszahlung von 3,2 Milliarden Euro zu. Das wurde am Mittwoch in Washington mitgeteilt. 

Die Summe war mehrere Monate lang eingefroren gewesen, weil der IWF an der Wirksamkeit der Massnahmen der griechischen Regierung zum Abbau der enormen Staatsverschuldung zweifelte.

Ende November hatten der IWF und seine Troika-Partner, die EU und die Europäische Zentralbank (EZB), mit Athen schliesslich eine Einigung über die Auszahlung dringend benötigter Hilfsgelder erzielt. Dazu beigetragen hatte der erfolgreiche Rückkauf griechischer Staatsschulden durch die Regierung in Athen zu Summen deutlich unter den Ausgabepreisen.

Die nun freigegebene Tranche gehört zu den insgesamt 28 Milliarden Euro, deren Auszahlung der IWF den Griechen im März vergangenen Jahres für die folgenden vier Jahre zugesagt hatte.

Um die Auszahlung weiterer internationaler Finanzhilfen sicherzustellen, hatte das griechische Parlament am Samstag weitere Steuererhöhungen und eine Reihe strikter Steuerverordnungen verabschiedet. Die Europäische Union hatte im Dezember Hilfen von 49,1 Milliarden Euro zugesagt, von denen bereits 34,3 Milliarden Euro freigegeben wurden.

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Tranche auch für Portugal

Auch seinen Anteil an der nächsten Hilfszahlung für das hoch verschuldete Euroland Portugal gab der IWF frei. Der globale Krisenhelfer werde gut 0,8 Milliarden Euro nach Lissabon überweisen.

Die Zahlung ist Teil einer rund 2,5 Milliarden Euro schweren Tranche des insgesamt 78 Milliarden Euro schweren Rettungsprogramms, das die Troika zur Verfügung stellen will. Die Freigabe der neuesten Tranche war bereits im vergangenen November in Aussicht gestellt worden.

(tke/tno/jev/sda/awp)