Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Griechenland nach der Wahl seine Unterstützung zugesichert. Der IWF stehe der neuen Regierung zur Seite, um die angestrebte finanzielle Stabilität zu erreichen, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, hiess es in einer Erklärung am Sonntagabend.

Der Wahlausgang in Griechenland wurde von China, den USA und Deutschland begrüsst. «Wir sind überzeugt davon, dass Griechenland in der Euro-Zone bleiben sollte, um deren Integrität und Stabilität zu wahren», sagte der chinesische Vizefinanzminister Zhu Guangyao am Sonntag im mexikanischen Los Cabos.

Nach der Wahl müsse aber noch mehr getan werden. «Wir hoffen, dass die neue Regierung auf solide Füsse gestellt wird und Stabilität wahren kann», sagte der Vizeminister. Mit ihrer Reaktion wich die chinesische Regierung von ihrer sonst üblichen Praxis ab, sich in der Regel nicht direkt zu Wahlergebnissen in anderen Ländern zu äussern.

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Die USA verlangten eine rasche Regierungsbildung. Das Weisse Haus forderte Griechenland auf, in der Eurozone zu bleiben und gleichzeitig zugesagte Reformen umzusetzen, wie es in einer Erklärung des Pressesprechers hiess.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gratulierte dem Vorsitzenden der Neuen Demokratie in Griechenland, Antonis Samaras, telefonisch. Sie erklärte ihm laut einer Sprecherin, sie gehe davon aus, dass Griechenland sich an seine europäischen Verpflichtungen halte.

Bei der Parlamentswahl in Griechenland setzte sich die konservative Neue Demokratie (ND) durch. Sie schlug umgehend die Bildung einer proeuropäischen Koalition vor. Damit wurden Befürchtungen, Griechenland könne aus dem Euro aussteigen und so die gesamte Eurozone wie auch die weltweiten Finanzmärkte erschüttern, deutlich abgeschwächt.

(chb/laf/sda)