Japan will seine wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland verstärken. So solle die Kooperation im Energiesektor ausgebaut werden, wie die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei» berichtete. Im Gespräch sei zudem eine breite Kooperation im Energiesektor mit Russland. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums dementierte den Bericht später.

Erwogen werde dabei auch eine Beteiligung am russischen Ölkonzern Rosneft durch die staatliche Japan Oil, Gas and Metals National Corp (Jogmec). Am Freitag beginnt im russischen Wladiwostok ein zweitägiges Wirtschaftsforum, bei dem Präsident Wladimir Putin auch mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe zusammentreffen will.

Rohstoffarmes Land

Das rohstoffarme Japan bezieht rund 80 Prozent seines Öls aus Ländern des Nahen Ostens. Durch eine verstärkte Kooperation mit Russland könnte es seine Abhängigkeit reduzieren.

Mit Hilfe stärkerer wirtschaftlicher Beziehungen mit Moskau erhofft sich Japan zudem Fortschritte im Streit um eine Pazifik-Inselgruppe. Die Kurilen fielen nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion. Tokio erhebt Anspruch auf den Südteil der Inselgruppe. Moskau weist dies zurück und hatte zuletzt seine Militärpräsenz auf dem Archipel erhöht. Auf den felsigen Inseln wohnen etwa 20'000 Russen.

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(sda/reuters/chb/jfr)