Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe hat das Unterhaus des Parlaments am Donnerstag aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Es wird erwartet, dass die Japaner am 22. Oktober ein neues Parlament wählen.

Der seit Ende 2012 regierende 62-jährige Abe hatte diesen Schritt am Montag angekündigt. Zur Begründung sagte er, er wolle ein Mandat für seinen harten Nordkorea-Kurs. Aufgrund der Krise um Nordkorea hatten sich seine im Zuge von Skandalen gesunkenen Umfragewerte gerade wieder erholt.

Kritiker: Durchschaubarer Schachzug

Dass Abe ein Jahr vor Ende der laufenden Legislaturperiode Neuwahlen ansetzt, sehen Kritiker denn auch als durchschaubaren Schachzug. Auf diese Weise verhindere Abe, dass ihn die Skandale im Parlament einholten.

(sda/cfr/mbü)
 

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