In Japan peilt Ministerpräsident Shinzo Abe Regierungskreisen zufolge mit ehrgeizigen Reformversprechen einen Wachstumsschub an. Abe wolle seine Wirtschaftspläne auf einer Pressekonferenz vorstellen, sagte ein Regierungsvertreter. Der Fernsehsender NHK berichtete, die Regierung strebe vor allem Schritte zur Steigerung der Einkommen an.

Dem Insider zufolge ist Abes Ziel, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 4,47 Billionen Euro (600 Billionen Yen) hochzutreiben. Eine Zeitvorgabe dafür gebe es allerdings nicht. Der Zielwert liegt 22 Prozent über dem BIP im vergangenen Haushaltsjahr.

Radikale Reform nötig

Ohne weitere radikale Reformen sei dies unrealistisch, sagte Ökonom Daiju Aoki vom Wertpapierhändler UBS Securities. «Selbst bei einem Wachstum von jährlich drei Prozent braucht es dazu sieben Jahre.»

Das BIP des abgelaufenen Jahres liegt um ein Prozent unter dem von 1994. Allerdings ist die japanische Wirtschaft seit Abes Amtsantritt Ende 2012 um 5,8 Prozent gewachsen. Dazu trug die extrem lockere Geldpolitik der Zentralbank ebenso bei wie eine Rally am Aktienmarkt.

(reuters/ise/chb)