Japans rechtsnationaler Ministerpräsident Shinzo Abe hat seine Machtbasis gestärkt. Nach dem endgültigen Ergebnis gewann seine Koalition aus Liberaldemokratischer Partei (LDP) und Komeito bei der Oberhauswahl am Vortag eine komfortable Mehrheit von 76 der 121 zur Wahl stehenden Sitze.

Damit kommt die Koalition in der 242 Mandate zählenden Parlamentskammer, deren Hälfte alle drei Jahre neu gewählt wird, auf insgesamt 135 Sitze. Abe kann nun ungehindert seine politischen und wirtschaftlichen Ziele angehen, da die Koalition die Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments besitzt.

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Die Börse zeigte sich aber von Abes erwartetem Sieg unbeeindruckt. Gegen Handelsmitte tendierten die Kurse kaum verändert. An den Märkten wird nun abgewartet, wie es mit Abes Wirtschaftspolitik weitergeht und ob er angekündigte Strukturreformen wirklich anpackt.

«Ich muss auf die Hoffnungen der Menschen nach einer wirtschaftlichen Erholung eingehen, die sie auch wirklich spüren können», sagte der Regierungschef noch in der Wahlnacht. Er weiss um die Kritik, dass seine «Abenomics» genannte Wirtschaftspolitik aus Staatsausgaben und lockerer Geldpolitik an der Lage der Menschen nichts geändert hat.

(tke/jev/sda)