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Jetzt gibt Panama seine Steuerdaten preis

Panama: Das Land ist wegen des Datenlecks in die Schlagzeilen geraten. Keystone

Panama macht die Kehrtwende nach dem Datenskandal «Panama Papers» komplett: Das mittelamerikanische Land beginnt mit dem Austausch von Steuerdaten. Als erstes profitiert Japan davon.

Veröffentlicht am 25.08.2016

Nach den Enthüllungen der «Panama Papers» über Tausende Briefkastenfirmen in dem mittelamerikanischen Land beginnt Panama mit dem automatischen Austausch von Steuerdaten. Am Donnerstag wurde ein entsprechender Vertrag mit Japan unterzeichnet.

Es ist das erste Abkommen, das den Gemeinsamen Berichtstandards (CRS) der Industrieländerorganisation OECD entspricht. Über einen ähnlichen Vertrag verhandelt Panama derzeit auch mit Deutschland.

Weltweite Kritik

Anfang April hatten Medien aus aller Welt über gut 200'000 von einer panamaischen Kanzlei gegründete Kapitalgesellschaften berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Panama und seine wichtige Finanzbranche gerieten daraufhin weltweit in die Kritik.

Anders als von der OECD angestrebt, will Panama seine Finanz- und Steuerinformationen nur mit Ländern teilen, mit denen es bilaterale Verträge abgeschlossen hat. Beim automatischen multilateralen Datenaustausch könnten Informationen in die falschen Hände geraten, argumentiert die Regierung.

(sda/mbü)

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