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Extremisten
IS-Kämpfer ziehen sich teilweise aus Kobane zurück

Kobane: Luftschläge unterstützen den Gegenangriff auf die Extremisten.   Keystone

Die internationalen Luftangriffe und die kurdischen Milizen verbuchen einen Teilerfolg in der nordsyrischen Stadt: Der Vormarsch der IS-Miliz konnte gebremst werden. Doch die Kämpfe dauern an.

Veröffentlicht am 08.10.2014

Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat sich aus Teilen der umkämpften nordsyrischen Stadt Kobane zurückgezogen. Infolge der internationalen Luftangriffe hätten die IS-Kämpfer Viertel im Osten und am Südwestrand der Stadt verlassen, seien aber weiterhin in der Stadt, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Er begründete den Rückzug mit Luftangriffen auf ihre Stellungen vor Kobane, bei denen mindestens vier Fahrzeuge beschädigt worden seien. Die strategisch wichtige Stadt an der Grenze zur Türkei, die auf Arabisch auch Ain al-Arab heisst, ist seit Wochen stark umkämpft. Trotz heftiger Gegenwehr kurdischer Milizen und internationaler Luftangriffe drangen die IS-Dschihadisten am Montag erstmals in die Stadt ein.

Strassen «voller Leichen»

Der kurdische Aktivist und Journalist Mustapha Ebdi berichtete am Mittwoch bei Facebook, die Strassen des Maktala-Viertels im Südosten Kobanes seien «voller Leichen» von IS-Kämpfern. Er warnte, die humanitäre Lage für die hunderten in der Stadt verbliebenen Zivilisten sei sehr schwierig.

(sda/lur)

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