Griechenland will im EU-Freihandelsabkommen mit Kanada den Schutz des heimischen Feta-Käses verankern. Die griechische Regierung droht einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument zufolge damit, das milliardenschwere Abkommen nicht zu unterzeichnen, wenn darin nicht die exklusiven Namensrechte für die Käsespezialität festgeschrieben sind.

Griechenland will seine Beschwerde am Donnerstag beim Rat der EU-Handelsminister in Brüssel auf den Tisch legen. Die EU-Kommission sei bereits über die zahlreichen Verletzungen der Namensrechte auf dem kanadischen Markt informiert worden.

«Nach Feta-Art»

Die griechische Regierung pocht darauf, dass entsprechende Produkte in Kanada mit dem Zusatz «nach Feta-Art» gekennzeichnet werden.

Griechenland betrachtet den seit mehreren Tausend Jahren aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellten Feta-Käse als Teil des kulturellen Erbes. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada (Ceta) ist bereits ausverhandelt, aber noch nicht ratifiziert.

(reuters/ise/ama)