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Proteste
Kambodschas Textilarbeiter kehren in Fabriken zurück

Textilarbeiterin in Kambodscha: Die streikenden Arbeiter kehren in die Fabriken zurück. (Bild: Keystone)

Nach den Gewaltexzessen in der kambodschanischen Hauptstadt haben über 200'000 streikende Textilarbeiter ihre Arbeit wieder aufgenommen. Doch die Gewerkschaft kündigt neue Demonstrationen an.

Veröffentlicht am 07.01.2014

Nach dem gewaltsamen Einschreiten der kambodschanischen Sicherheitskräfte sind Zehntausende streikende Textilarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Bis Dienstag befand sich nach Angaben der Gewerkschaften nur noch ein Drittel der 350.000 Arbeiter im Ausstand, die in den vergangenen zwei Wochen für höhere Mindestlöhne auf die Straße gegangen waren.

Am Freitag hatte die Polizei das Feuer auf Streikende vor einer Fabrik in Phnom Penh eröffnet. Vier Menschen starben. Am folgenden Tag lösten die Behörden in der Hauptstadt ein Protestcamp der Opposition auf, die der Regierung Wahlbetrug vorwirft und die Streikenden unterstützt. Für den 14. Januar kündigte die Gewerkschaft eine neue Demonstration an.

Die Bekleidungsindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Kambodscha, wo unter anderem für internationale Konzerne wie Adidas, Puma und Gap produziert wird. Während der Streiks ruhte in vielen Fabriken der Betrieb. Der Industrie entgingen dadurch nach Angaben des Verbands der Bekleidungshersteller Kambodschas über 200 Millionen Dollar.

(reuters/moh)

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