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Konflikt
Kanada und Mexiko wollen Nafta verteidigen

Kanadas Premier Justin Trudeau und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto: Ja zu Nafta. Keystone

Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen steht auf der Kippe: US-Präsident Donald Trump will dieses neu verhandeln oder notfalls aufkündigen. Mexiko und Kanada haben sich klar zum Abkommen bekannt.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Trotz der Kritik aus Washington wollen Kanada und Mexiko an dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) mit den USA festhalten. «Nafta hat zu der Schaffung Tausender Arbeitsplätze beigetragen und wir wollen Wege finden, das Abkommen zu modernisieren», sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Donnerstag bei einem Besuch in Mexiko.

Am Tag zuvor hatte die vierte Runde der Neuverhandlung des Vertrags in Washington begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte bei einem Treffen mit Trudeau gesagt, sollte es nicht gelingen, Nafta zu modernisieren, werde er das Abkommen aufkündigen und bilaterale Handelsverträge schliessen. «Die Haltung von Mexiko ist ganz klar. Das Abkommen sollte aktualisiert werden, um ein Werkzeug zu werden, das der Entwicklung nützt», sagte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto.

Trump sieht USA benachteiligt

Nafta ist das grösste Freihandelsabkommen der Welt. Der Binnenmarkt von USA, Kanada und Mexiko umfasst rund 460 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von umgerechnet rund 16,8 Billionen Euro. Der Vertrag muss auf Druck der USA neuverhandelt werden, weil Präsident Trump die Vereinigten Staaten mit der bestehenden Vereinbarung benachteiligt sieht.

(sda/cfr/me)

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