Bei der Vorentscheidung für die Präsidentenwahl in Argentinien zeichnet sich ein Sieg des Kandidaten der Regierungspartei von Präsidentin Cristina Kirchner ab. Wie aus Prognosen der TV-Sender am Sonntag hervorgeht, lag Daniel Scioli vorn.

Ihm folgt der wirtschaftsfreundliche Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri, der dem Mitte-rechts-Bündnis «Cambiemos» angehört. Die Vorwahl dient zwar dem Zweck, den Präsidentschaftskandidaten der einzelnen Parteien zu bestimmen. Da die Wähler aber nicht parteigebunden sind, gilt das Votum auch als Probelauf für die am 25. Oktober stattfindende Wahl. Sollte es dann keinen klaren Gewinner geben, findet im November eine Stichwahl statt.

Schrittweiser Wandel

Beide Kandidaten sind frühere Geschäftsmänner und haben eine Abkehr von Kirchners Politik angekündigt. Scioli plädiert dabei für einen schrittweisen Wandel. Macri dagegen will eine rasche Öffnung der Märkte.

Kirchner ist seit 2007 im Amt und darf laut Verfassung nicht für eine dritte Amtszeit antreten. Während ihrer Regierungszeit haben hohe Ausgaben die Staatskassen belastet und die Inflation in die Höhe getrieben. Zudem haben Währungs- und Handelskontrollen die Wirtschaft gelähmt.

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(sda/chb)