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Kanton Bern will Firmen-Gewinnsteuer halbieren

Im Berner Rathaus soll im November über die Firmen-Gewinnsteuer entschieden werden. (Bild: Keystone)

Der Kanton Bern legt im Steuerwettbewerb der Kantone vor: Unternehmen sollen nur noch halb so viel Gewinnsteuer zahlen. Allerdings erst ab dem Jahr 2016.

Veröffentlicht am 15.10.2012

Im Kanton Bern ansässige Unternehmen sollen ab 2016 nur noch halb so viel Gewinnsteuer wie heute abliefern müssen. Das will die Grossratskommission erreichen, welche für das bernische Kantonsparlament die Steuergesetzrevision 2014 vorberät.

Die Kommission wird dem Kantonsparlament im November eine Motion mit diesem Ziel vorlegen, wie der Grosse Rat am Vormittag mitteilte. Stimmt das Kantonsparlament zu, wird die Regierung verpflichtet, bei der nächsten Steuergesetzrevision entsprechende Entlastungsmassnahmen vorzusehen.

Die Kommission will damit mittelfristig den Kanton Bern für Unternehmen deutlich attraktiver machen. Für kurzfristige Steuersenkungen im Rahmen der Steuergesetzrevision 2014 sieht die Grossratskommission aber angesichts der angespannten finanziellen Lage des Kantons Bern keinen Spielraum.

Bei der Beratung der Steuergesetzrevision 2014 entschied sich die Kommission auch, eine kantonale Steuerstrategie zu verlangen. Die Kommission hat dafür eine neue Gesetzesbestimmung ausgearbeitet. Sie sieht vor, dass die Regierung dem Grossen Rat diese Strategie regelmässig zur Kenntnis bringt.

Entlastungen für gewisse Bauernbetriebe

Die Kantonsregierung verabschiedete die Steuergesetzrevision 2014 Anfang Juli zuhanden des Grossen Rats. Im Wesentlichen geht es um die Umsetzung von rechtlichen Änderungen auf Bundesebene. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Feuerwehrsold bis zum Betrag von 5000 Franken steuerbefreit wird.

Zudem soll gemäss dem Antrag der Kommission jenen landwirtschaftlichen Betrieben, die wegen der auf Bundesebene beschlossenen Agrarpolitik 2014-17 künftig nicht mehr als landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht gelten, eine angemessene Reduktion auf dem Eigenmietwert und dem amtlichen Wert gewährt werden.

Andernfalls drohe rund 1000 kleineren Betrieben eine steuerliche Mehrbelastung, schreibt der Grosse Rat in seiner Mitteilung. Die Steuergesetzrevision 2014 soll nach der ersten Lesung im November 2012 und nach der zweiten im März 2013 am 1. Januar 2014 in Kraft treten.

(tke/tno/sda)

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