Das Waadtländer Kantonsparlament will den Aktivitäten des Buchungsportals Airbnb Grenzen setzen. Am Dienstag wurden zwei Vorstösse überwiesen, die eine Bestandesaufnahme und einen Gesetzesentwurf verlangen.

Zunächst soll analysiert werden, wie viele Wohnungen dem Markt durch die permanente Vermietung via Airbnb entzogen werden. Ein entsprechendes Postulat der SP wurde einstimmig angenommen. Allein in Genf seien es 370 Wohnungen, sagte die Verfasserin Jessica Jaccoud.

Auch Bürgerliche wollen Schranken

Dieser Parallelmarkt verschärfe die Wohnungsnot, sagte die SP-Grossrätin. Auch von Bürgerlicher Seite stiess Airbnb auf Kritik. Ein zweites Postulat der FDP, das ein Gesetzesentwurf mit Schranken für die Buchungsplattform verlangte, wurde vom Grossen Rat gutgeheissen.

Darin wird unter anderem eine Meldepflicht für Airbnb-Vermieter vorgeschlagen, nach dem Vorbild der Stadt Bern. Im Kantonsparlament wurden zudem Gesetzeslücken bei den Steuern, bei den Kurtaxen sowie bei der Vermietung von subventionierten Wohnungen schliessen.

Bestandesaufnahme durch externe Firma

Für die Waadtländer Regierung sei dieses Thema wichtig, sagte die zuständige Staatsrätin Béatrice Métraux (Grüne) am Dienstag im Kantonsparlament. Für die Bestandesaufnahme werde eine externe Firma beauftragt, die bereits für andere Kantone Analysen gemacht habe. Erst danach werde ein Gesetzesentwurf ausgearbeitet.

(sda/gku)