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Budget
Kanton Zürich plant Jahre im Minus

Stadt und Kanton Zürich: Ein Minus von 191 Millionen Franken.   Keystone

Die Ausgaben steigen, die Steuereinnahmen auch - trotzdem rechnet der Kanton Zürich bis mindestens 2017 mit einem Minus im Finanzhaushalt.

Veröffentlicht am 25.09.2014

Der Finanzhaushalt des Kantons Zürich bleibt angespannt. Das Budget für das kommende Jahr rechnet mit einem Minus von 191 Millionen Franken. Für die Folgejahre sind gemäss Finanzplanung deutlich kleinere Defizite zu erwarten. Schwarze Zahlen gibt es aber erst 2018.

Das Budget 2015 sieht Ausgaben von 14,85 Milliarden Franken und Einnahmen von 14,65 Milliarden Franken vor. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 1,2 Milliarden Franken. Sie liegen damit um 552 Millionen Franken oder 84,6 Prozent über dem Budget 2014, wie aus dem von Finanzdirektorin Ursula Gut vorgestellten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013-2018 hervorgeht.

Ausgaben steigen weiter

Das Ausgabenwachstum ist im kommenden Jahr ungebrochen. Gegenüber dem Vorjahresbudget steigt der Aufwand um 2,9 Prozent oder 415 Millionen Franken. Gleichzeitig steigt auch der Ertrag um 1,2 Prozent oder 167 Millionen Franken.

Bei den Steuern rechnet die Finanzdirektion insgesamt mit einer Steigerung um 2,2 Prozent oder rund 150 Millionen Franken Der Steuerfuss bleibt bei 100 Prozent. Laut dem KEF sollen die Steuererträge in den nächsten Jahren bei den natürlichen Personen in etwa mit dem Bruttoinlandprodukt (BIP) Schritt halten. Bei den juristischen Personen wird eine etwas höhere Zunahme erwartet, nachdem diese in den letzten Jahren unter der Finanzkrise gelitten haben.

Schwarze Zahlen erst 2018

Das Ziel einer ausgeglichenen Erfolgsrechnung wird erst 2018 erreicht. Für die Jahre 2016 und 2017 rechnet der KEF mit Defiziten von 34 und 27 Millionen Franken, während für 2018 ein Ertragsüberschuss von 187 Millionen Franken geplant ist. Über die gesamten vier Planjahre ergibt sich damit ein kumulierter Aufwandüberschuss von 65 Millionen Franken.

Das Eigenkapital vermindert sich in den nächsten Jahren um eine halbe Milliarde Franken und beträgt Ende 2018 noch 8,4 Milliarden Franken.

(sda/chb)

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