Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem abgewählten französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gedankt. Merkel habe Sarkozy am Montagabend angerufen und die «enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit» der vergangenen Jahre gewürdigt.

Die Kanzlerin habe dem scheidenden Staatschef ihre Anerkennung dafür ausgesprochen, «was er für Frankreich und bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise auch für Europa insgesamt» getan habe, erklärte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Merkel und Sarkozy hätten sich überzeugt gezeigt, «dass Deutschland und Frankreich auch in Zukunft in der Verantwortung stehen, durch gemeinsames Handeln das vereinte Europa voranzubringen», erklärte Seibert.

Wie kommen Hollande und Merkel klar?

Der Konservative Sarkozy war am Sonntag seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande unterlegen. Sein Sieg hatte Befürchtungen geweckt, das deutsch-französische Verhältnis könne sich nun deutlich schwieriger gestalten. So will Hollande den im März verabschiedeten Fiskalpakt zur Haushaltsdisziplin in Europa um ein Wachstumsprogramm ergänzen. Merkel bekräftigte aber am Montag, dass sie ein Aufschnüren des Fiskalpaktes weiter ablehnt.

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Grundsätzlich ist aber auch Merkel für eine Unterstützung des Wachstums in Europa. Merkel und Hollande werden sich am 15. Mai unmittelbar nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten treffen.

(muv/chb/sda)