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Spitzenamt
Karin Keller-Sutter kandidiert für den Bundesrat

Die St. Galler Staenderatspraesidentin Karin Keller-Sutter spricht an einer Medienkonferenz, am Dienstag, 9. Maerz 2018, in Wil. KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Karin Keller-Sutter tritt noch ein zweites Mal an: Sie möchte Nachfolgerin von Bundesrat Johann Schneider-Ammann werden.Quelle:

Sie hat sich entschieden: Karin Keller-Sutter will in den Bundesrat. Das hat sie am Dienstag in ihrem Wohnort in Wil bekannt gegeben.

Von David Torcasso
am 09.10.2018

Karin Keller-Sutter will Bundesrätin werden und kandidiert für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann. Sie wolle sich der Partei für die Ersatzwahl in den Bundesrat zur Verfügung stellen, sagte Karin Keller-Sutter an der Medienkonferenz am Dienstagnachmittag in ihrem Wohnort Wil. Sie habe die Parteileitung der FDP des Kanton St.Gallen am Montag über ihre Kandidatur informiert. Sie erwähnte am Anfang ihrer Rede auch, dass sie einen Beitrag für eine erfolgreiche Wirtschaft in der Schweiz leisten möchte.

Als VR-Mitglied gelernt

Sie hätte sich vor nicht allzu langer Zeit nicht vorstellen können, sich nochmals der Herausforderung einer Bundesratswahl zu stellen, sagte sie weiter. Keller-Sutter war bereits 2010 angetreten und unterlag damals Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Sie habe aber seither nochmals viel gelernt, auch als Mitglied in der Wirtschaftskommission, sagte Keller-Sutter vor den Medien. Diesmal könne sie auf einen Fundus bauen, «über die Parteien hinweg», sagte sie. «Und es sei jetzt eine Entscheidung gefallen. Das sei wichtig». 

Zurzeit amtet Karin Keller-Sutter als Ständeratspräsidentin. Sie ist aber auch in der Privatwirtschaft tätig, unter anderem als Verwaltungsrätin der Baloise. «Als Mitglied in diversen Verwaltungsräten, auch bei einem internationalen Unternehmen, habe sie viel mitgenommen», sagte sie. Es sei ihr bewusst, dass das Amt als Bundesrätin «physisch und psychisch» fordernd sei, sagte die 54-Jährige. Sie sei «eine glückliche Frau» mit einem Mann, der ihr den Rücken stärke. Parteikollegen von Karin Keller-Sutter betonten nochmals ihre Wirtschaftskompetenz in anschliessenden kurzen Reden. 

Keine Äusserung zu Wunschdepartement

Jetzt muss die Bundeshaus-Fraktion der FDP entscheiden, ob sie die Kronfavoritin ins Rennen schicken möchte. Danach erfolgt die Abstimmung der Bundesversammlung. Zur Taktik, also mit welchem «Ticket» sie antreten möchte, wollte sich Karin Keller-Sutter nicht äussern. Das überlasse sie der Fraktion. Auch über ihr mögliches Wunschdepartment äusserte sich die Kandidatin nicht. «Ich sehe mich nicht in der Rolle einer Departmentsvorsteherin, sondern als Mitglied einer Landesregierung». Zum Schluss ihrer Rede sagte Keller-Sutter: «Ich werde das Amt mit grosser Freude und grossem Respekt ausüben.»

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