Der katarische Aussenminister Chalid bin Mohammed al-Attijah hat sich von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) distanziert und eine Finanzierung der radikalen Sunniten durch sein Land bestritten.

Das Emirat unterstütze «keinerlei extremistische Gruppen in irgendeiner Weise», sagte al-Attijah der «Bild»-Zeitung aus Berlin vom Samstag. Für angebliche staatliche Finanzhilfen an den IS aus Katar gebe es «keine Beweise». Als Staat habe Katar «keine Verbindungen zu Extremisten«, sagte al-Attijah.

Überwachung von privaten Spenden

Auch für private Spenden von reichen Staatsbürgern gebe es «sehr strenge Gesetze, die solche Geldflüsse regeln». «Wir überwachen das, wir arbeiten eng mit internationalen Organisationen und Sicherheitsbehörden zusammen, um diejenigen zu verfolgen, die gegen diese Gesetzte verstossen», sagte al-Attijah.

IS-Kämpfer hatten in den vergangenen Monaten grosse Gebiete im Norden des Iraks und in Syrien erobert und dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. Angesichts des Vormarschs der Dschihadisten formierte sich zuletzt eine internationale Koalition zur Unterstützung der irakischen und kurdischen Streitkräfte.