Irans Präsident Hassan Ruhani gehen die Atomgespräche mit den fünf Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland nicht schnell genug. «Die verbleibende Zeit für eine Einigung ist sehr kurz», sagte Ruhani in New York.

«Es gab nur sehr schleppend Erfolge in den vergangenen Tagen. Wenn wir eine Einigung wollen, müssen wir uns beeilen», sagte Ruhani. Für ihn ist eine Einigung nur möglich, wenn die Sanktionen gegen sein Land aufgehoben werden.

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Auch ein US-Regierungsvertreter erklärte, es gebe noch immer grosse Unterschiede. Alle Beteiligten müssten schwierige Entscheidungen treffen. Ein anderer Diplomat sagte, es werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen ein weiteres Treffen geben, auch wenn noch kein Tag und Ort vereinbart worden sei.

Die USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines Atomprogramms zur Stromerzeugung und für medizinische Zwecke Kernwaffen zu entwickeln. Die islamische Republik streitet das ab, lässt aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen nicht zu. Der Westen hat deshalb Wirtschaftssanktionen verhängt.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier hatte am Donnerstagabend Hoffnungen auf eine Lösung des jahrelangen Konflikts geschürt. Man sei nie näher an einer Einigung gewesen als jetzt, sagte er nach einem Treffen mit Ruhani. Die Wahrheit sei aber auch, dass der letzte Schritt vermutlich der schwierigste werde.

(sda/chb)