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Anschlag
Kein Beweis für Dschihadisten-Kontakt von London-Attentäter

Grossbritannien: Die Anteilnahme nach dem Anschlag war gross. Keystone

Die Londoner Polizei sieht keinen Beweis für eine Verbindung des Attentäters von vergangener Woche mit Dschihadistengruppen. Der IS hatte den Anschlag für sich beansprucht.

Veröffentlicht am 28.03.2017

Es sei kein Nachweis für eine Verbindung zum Islamischen Staat (IS) oder zu Al-Kaida gefunden worden, erklärte Scotland Yard. Es gebe auch keinen Beleg dafür, dass sich der mutmassliche Islamist Khalid Mansoor im Gefängnis radikalisiert habe. Mansoor habe aber eindeutig ein «Interesse am Dschihad» gehabt, hiess es weiter.

Masood hatte am Mittwoch auf der Westminster-Brücke in London mit seinem Auto Fussgänger angefahren und dabei eine 43-jährige Britin und einen 54-jährigen US-Touristen getötet. Anschliessend erstach er einen 48-jährigen Polizisten vor dem Parlament, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Ein bei dem Anschlag schwer verletzter 75-Jähriger starb am Donnerstag im Krankenhaus.

Mutter distanziert sich

Der so genannte Islamische Staat (IS) hatte den Anschlag, bei dem auch mehr als 50 Menschen verletzt wurden, für sich beansprucht. Die sunnitischen Fanatiker hatten Mansoor als einen ihrer «Soldaten» bezeichnet. Es war der erste Anschlag in Grossbritannien, den der IS für sich in Anspruch nahm.

Unterdessen verurteilte die Mutter des Attentäters den Anschlag mit deutlichen Worten. «Seit ich erfahren habe, dass mein Sohn dafür verantwortlich war, habe ich viele Tränen für die Menschen vergossen, die in diesen entsetzlichen Vorfall verwickelt wurden», teilte sie mit.

Sie sei zutiefst schockiert, traurig und wie betäubt, hiess es weiter von der Mutter von Khalid Masood. «Ich möchte absolut deutlich machen, damit es keine Zweifel geben kann, dass ich weder seine Tat billige, noch den Glauben unterstütze, der ihn dazu gebracht hat, diese Gräueltat zu begehen.»

(sda/chb)

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