Nach Ansicht der AmerikaDie USA betrachteten die Siedlungen als rechtswidrig, sagte der amerikanische Chef-Diplomat am Mittwoch nach einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. Der Wohnungsbau sollte so stark wie möglich begrenzt werden, um ein positives Klima für die Gespräche zwischen Palästinensern und Israelis zu schaffen.

Die USA bemühen sich um eine Annäherung zwischen beiden Seiten. Konkrete Fortschritte zeichnen sich bislang jedoch nicht ab. Als jüngsten Rückschlag werteten hochrangige Palästinenser-Vertreter etwa Israels Ankündigung in der vergangenen Woche, 3500 zusätzliche Wohnungen im Westjordanland bauen zu wollen.

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500'000 Israelis leben im Westjordanland

Die Palästinenser sehen in den jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten eines der grössten Hindernisse für Friedensgespräche. Wegen des Siedlungsstreits lagen die Gespräche seit fast drei Jahren auf Eis und wurden erst im Juli unter Kerrys Vermittlung wieder aufgenommen. Die Palästinenser wollen im Westjordanland und im Gazastreifen einen eigenen Staat errichten mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Die meisten Staaten betrachten die Siedlungen als illegal. Rund 500.000 israelische Siedler leben im Westjordanland und in Ost-Jerusalem unter 2,5 Millionen Palästinensern. Aus dem Gazastreifen hatte sich Israel im Jahr 2005 zurückgezogen. Dort regiert heute die islamistische Hamas, die eine dauerhafte Co-Existenz mit Israel ablehnt.

(reuters/moh)