Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un  am Dienstag eine Testfahrt mit einem Lift unternommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Dabei habe er «mit grosser Zufriedenheit» festgestellt, dass alles «tadellos» sei. Zudem habe Kim Anweisung gegeben, die Gäste gut zu behandeln, damit sie die «liebevolle Betreuung durch die Partei» geniessen könnten.

Bei einer Visite vor zwei Wochen hatte der nordkoreanische Führer laut KCNA das Masik Pass Ski-Resort bereits als «Zentrum der Aufmerksamkeit der Welt» gepriesen. Es umfasst demnach zehn Pisten und «fast 60 Einrichtungen», die «in Blitzgeschwindigkeit» errichtet worden seien. In dem Skiort gibt es neben einem Hotel auch einen Helikopterlandeplatz.

Kim hat immer wieder seine Vorliebe für teure Freizeitprojekte gezeigt, etwa einen riesigen Wasserpark, einen Freizeitpark und einen Luxus-Reitclub in der Hauptstadt Pjöngjang und deren Umgebung.

Nordkorea ist sauer auf die Schweiz

Für das Skigebiet wollte Kim Jong-un zuerst auch Schweizer Technik einsetzten. Doch Bern liess den Verkauf eines Skilifts durch die Firma BMF Bartholet Maschinenbau Flums stoppen. Ein Skilift, so die Begründung der Schweizer Behörden, sei ein Luxusgut und falle deshalb unter das Embargo gegen Nordkorea. Anderer Meinung war der Nordkoreanische Skiverband. Das geplante Skiressort beschere den Nordkoreanern «höchst zivilisierte und glückliche Lebensumstände». Zudem diene eine Seilbahn nicht dazu, Raketen oder Nuklearwaffen zu produzieren.

(sda/se)

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