Ex-Präsidentin Cristina Kirchner hat angedeutet, dass sie bei den argentinischen Parlamentswahlen im Oktober nicht antreten wird. «Das schliesse ich aus», sagte Kirchner bei einer Lehrerkonferenz in Buenos Aires auf die Frage, ob sie für ihre «Siegesfront» FpV oder die peronistische PJ kandidieren werde.

«Es interessiert mich nicht», fügte die Ex-Präsidentin hinzu. «Das Wichtige für mich ist, dass Sie zurückkommen werden: die Jungen, die Arbeiter, die Unternehmer, die Geschäftsleute, diejenigen, die an das Land glauben, die Studenten, die Wissenschaftler.»

Kaution für Europareise

Kirchner wollte am Freitag zu einer Europareise nach Belgien und Griechenland aufbrechen. Die Reise war von der argentinischen Justiz nach der Zahlung einer Kaution von knapp 9000 Euro autorisiert worden. Gegen die Ex-Präsidentin wird derzeit in ihrem Land wegen mutmasslicher Geldwäsche und Korruption ermittelt.

Experten und Peronisten spekulieren darüber, ob Kirchner für einen Parlamentssitz kandidieren könnte, um eine mögliche Gefängnisstrafe zu vermeiden. Ein Sitz würde ihr Immunität gewähren.

Kirchner wurde 1995 in die Abgeordnetenkammer gewählt. 1997 wurde sie Mitglied des Senats. Nach Ende der Amtszeit ihres Mannes Néstor Kirchner war sie von 2007 bis 2015 Präsidentin Argentiniens.

(sda/chb)