1. Home
  2. Politik
  3. Kolumbien fordert Zugeständnisse von Guerilla

Konflikt
Kolumbien fordert Zugeständnisse von Guerilla

ELN-Rebellin: Hier geben die Mitglieder der Organisation ihre Waffen zurück (Oktober 2016). Keystone

Nach der Farc will Kolumbiens Regierung auch mit der ELN-Guerilla über Frieden verhandeln. Damit es zu Gesprächen kommt, müssen die Rebellen allerdings noch eine Forderung erfüllen.

Veröffentlicht am 24.10.2016

Vor Beginn der Friedensverhandlungen mit der Guerillaorganisation ELN hat die kolumbianische Regierung die Freilassung der letzten prominenten Geisel der Rebellengruppe gefordert. Der Politiker Odín Sánchez müsse bis Donnerstag auf freien Fuss gesetzt werden, sagte der Chefunterhändler der Regierung, Juan Camilo Restrepo, am Montag. Sonst könnten die Friedensgespräche in Ecuadors Hauptstadt Quito nicht beginnen.

Die kolumbianische Regierung hatte die Friedensverhandlungen mit ELN – Ejército de Liberación Nacional/Streitkräfte der Nationalen Befreiung – stets von der Freilassung aller Geiseln abhängig gemacht. Derzeit ist unklar, wie viele Menschen sich noch in der Gewalt der Guerilla befinden. Sánchez ist aber die letzte prominente Geisel der Rebellen.

Seit 2013 in Geiselhaft

Der frühere Abgeordnete hatte sich im März gegen seinen Bruder Patrocinio Sánchez austauschen lassen. Der einstige Gouverneur des Departments Chocó war im August 2013 entführt worden und in der Geiselhaft schwer erkrankt.

 (reuters/mbü)

Anzeige