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Kolumbien stimmt vielleicht erneut über Farc-Deal ab

Kolumbiens Präsident Santos (l): Hier kommt es zum Händedruck mit dem Farc-Vertreter. Keystone

Der Friedensvertrag mit der Farc-Guerilla erhält vielleicht eine zweite Chance: Womöglich können die Kolumbianer erneut über das Abkommen abstimmen.

Veröffentlicht am 21.10.2016

Nach dem gescheiterten Referendum zum Friedensabkommen mit der Farc haben die Kolumbianer die Chance auf eine neue Abstimmung über einen veränderten Text. Präsident Manuel Santos könne ein neues Referendum ansetzen, wenn es Veränderungen beim Abkommen von Havanna gebe.

Dies sei das «Vorrecht» des Präsidenten, teilte der Nationale Wahlrat des Landes am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die kolumbianische Regierung hatte sich mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) Ende August nach vierjährigen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Anfang Oktober stimmten die Kolumbianer in einem Referendum jedoch mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen das Abkommen.

Effort mit Nobelpreis gewürdigt

Santos, dem kürzlich für seine Bemühungen zur Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts der Friedensnobelpreis zugesprochen worden war, bemüht sich derzeit um eine Überarbeitung des Friedensvertrags. Er führt sowohl weitere Verhandlungen mit Farc als auch mit der Opposition und Vertretern der Zivilgesellschaft, um einen Ausweg aus der Krise zu finden.

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá demonstrierten am Donnerstag rund 10'000 Menschen für Frieden und die Rettung des Abkommens mit der Guerilla-Organisation. «Kolumbien ist auf der Strasse – im Kampf für den Frieden», rief die Menge. Organisiert wurde die Kundgebung von Studenten. In den vergangenen Wochen hatte es im ganzen Land immer wieder Aktionen für den Frieden gegeben.

(sda/mbü/hon)

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