Bei den seit Montag anhaltenden Kämpfen zwischen mehreren Stämmen im Süden Libyens sind nach Regierungsangaben mindestens 70 Menschen getötet worden. Mehr als 150 Menschen seien bei den Gefechten in der Wüstenstadt Sebha verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Bei den Auseinandersetzungen kämpfen Angehörige der schwarzafrikanischen Tubu gegen arabische Stämme aus Sebha.

Die Tubu sind in der Region seit Februar in tödliche Zusammenstösse mit anderen Stämmen verwickelt. Sie bezichtigen arabische Stämme, sie mit Unterstützung der Behörden «ethnisch säubern» zu wollen. Die arabischen Stämme wiederum werfen den Tubu vor, auf bewaffnete ausländische Kämpfer, etwa aus dem Tschad oder dem Sudan, zurückzugreifen.

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