Der ehemalige Privatbankier und heutige Partner des Think Tank M1, Konrad Hummler bedauert im «Handelszeitung»-Interview, dass in der Schweiz eine breite öffentliche Diksussion verrweigert wird. «Es sind essenzielle Fragen für die Zukunft unseres Landes. Wenn man nur einen Weg beschwört, dann beschleicht mich als Staatsbürger das ungute Gefühl, dass man mir einen angeblichen Sachzwang verkaufen wolle.»

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Die Schweiz sei eine kleine, offene Volkswirtschaft, die vom Austausch mit der Aussenwelt und von möglichst freier Zu- und Abwanderung lebe, sagt Hummler. «Wir sind keine Insel. Folglich muss sich die Schweiz mit den Gegebenheiten in Europa befassen, ob sie nun gut oder schlecht sind.» Hummlers Meinung nach muss man längerfristig einen dritten Weg finden, der über die Bilateralen hinausgeht, ein vernünftiges Verhältnis zu Europa definiert und eine verstärkte Hinwendung zu den globalen Märkten hat. Hummler plädiert für die sogenannte City-State-Idee, die er bereits vor einigen Jahren lancierte.

Schweiz braucht Plan B

Diesbezüglich kritisiert er die Mehrheit der Politiker, die an der «praktikablen, aber absehbar auslaufenden Lösung der bilateralen Verträge festklammern». Man müsse immer einen Plan B haben. «Insofern finde ich die Position von Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer zu einfach, wenn er sagt, wir müssten am bilateralen Vertrag festhalten.»

Verhandlungstechnisch mache er sich dadurch erpressbar. «Man muss immer auch über die anderen Wege nachdenken und deren Vor-und Nachteile aufzeigen. Sprich den Abschottungsweg , den Weg zurück zum Freihandelsabkommen der 1970er-Jahre, die EU-Mitgliedschaft, einen EWR-Beitritt oder einen vollkommen anderen Weg.»

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