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Kontakt mit «Weltwoche»: Blocher hat Lei beraten

Christoph Blocher hat mit dem Anwalt Lei die Übergabe von Kontendaten beraten. (Bild: Keystone)

SVP-Nationalrat Blocher hat mit dem Thurgauer Anwalt Lei die Übergabe der Kontendaten des damaligen Nationalbankpräsident Hildebrand an die «Weltwoche» beraten. Dies zeigen Recherchen der «SonntagsZei

Veröffentlicht am 01.04.2012

SVP-Nationalrat Christoph Blocher hat am 27. Dezember 2011 mit dem Thurgauer Anwalt Hermann Lei die Übergabe der Kontendaten von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand an die «Weltwoche» beraten. Dies zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung».

Mehrere Personen, die Einblick in das achtseitige Gesuch um die Aufhebung der Immunität Blochers hatten, versichern, die Staatsanwaltschaft Zürich stütze ihr Verfahren auf den Mailverkehr zwischen Lei und dem früheren Bank-Sarasin-Mitarbeiter Reto T.

Darin sei der Kontakt vom 27. Dezember zwischen Lei und Blocher erwähnt. Leis Anwalt Valentin Landmann sagte der «SonntagsZeitung», Lei habe sich beim Kontakt mit Blocher erkundigt, ob es eine gute Idee sei, sich an die «Weltwoche» zu wenden.

Anstiftung zur Bankgeheimnisverletzung

Blocher habe laut seinem Mandanten sinngemäss geantwortet: «Ja, die Weltwoche ist eine gute Zeitschrift. Zudem weiss ich, dass Urs Paul Engeler bereits wegen der Nationalbank recherchiert.»

Aufgrund dieses Szenarios gehe die Zürcher Staatsanwaltschaft von der Anstiftung zur Bankgeheimnisverletzung aus, berichten mehrere Quellen. Sie glauben nicht, dass die Immunität Bloches dieses Handeln abdeckt. 

(aho)

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