«Die Schweiz in Europa – Aufruf besorgter Bürgerinnen und Bürger»: Unter diesem Titel haben sich über 100 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur einem Appell angeschlossen, der eine Debatte über die Beziehung der Schweiz zur Europäischen Union fordert. In ihrem Manifest, das der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vorliegt, zeigen sich die Appellanten «tief besorgt» über «die Verwirrung, in die die Politik gegenüber ihren europäischen Partnern geraten ist».

Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs, der vor einer «Selbstisolierung» der Schweiz warnt und zur Rettung der bilateralen Verträge mit der EU eine «offene und verantwortungsvolle Europa-Debatte» fordert, gehören Patrick Odier, Präsident der Bankiervereinigung, Lonza-Präsident Rolf Soiron, SwissRe-Präsident Walter Kielholz, Georg Fischer-Präsident und Nestlé-Vize Andreas Koopmann, SBB-Präsident Ulrich Gygi, SRG-Präsident Raymond Loretan, die Alt-Bundesräte Ruth Dreifuss, Micheline Calmy-Rey und Pascal Couchepin, ETH-Lausanne-Präsident Patrick Aebischer, Alt-Bundesrichter Giusep Nay und Ex-Astronaut Claude Nicollier. 

«Wirtschaftliche Schäden vermeiden»

Es gelte, «die wirtschaftlichen und politischen Schäden zu vermeiden, die das Land zu nehmen droht, wenn es fortfährt, die Bande und den Geist der Zusammenarbeit mit der EU und ihren Mitgliedsstaaten infrage zu stellen», schreiben die Appellanten in ihrem Manifest, das möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ab nächster Woche auf der Website www.ch-in-europa.ch ebenfalls unterzeichnen sollen.

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(dbe)