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Korruption bei Fifa-Exponenten: Weitere Verzögerungstaktik

Zuger Gerichtsdokumente belegen: Für Fifa-Exponenten existierten schwarze Kassen. (Bild: Keystone)

Die «Handelszeitung» hatte Ende 2011 die Veröffentlichung eines Dokuments erstritten, das Schmiergeldzahlungen an Exponenten des Weltfussballverbands beweist. Die Betroffenen bewirkten nun vor Bundesg

Veröffentlicht am 23.03.2012

Das Obergericht in Zug hat Ende 2011 zu Gunsten eines Gesuchs der «Handelszeitung» entschieden, Dokumente zu Schmiergeldzahlungen an Exponenten des Weltfussballverbands freizugeben.

Das Dokument nennt mindestens zwei Empfänger von Schmiergeldern innerhalb des Weltfussballverbandes und beschreibt die Rolle der Fifa-Spitze, die von den Zahlungen gewusst, aber nichts dagegen unternommen hatte.

Doch die Fifa-Exponenten setzen weiter auf Verzögerungstaktik. Heute entsprach das Bundesgericht in Lausanne einem Gesuch der zwei Fifa-Exponenten auf aufschiebende Wirkung. Das heisst: Das entsprechende Schmiergeld-Dokument bleibt bis auf Weiteres unter Verschluss.

Bei dem Dokument handelt es sich um eine Einstellungsverfügung, in der beschrieben ist, wer wann wieviel Gelder der konkursiten Sportvermarktungsagentur ISL/ISMM erhalten hat. Über sie liefen die Vermarktungsdeals, bei dem sich diverse Fifa-Offizielle die Taschen füllten.

Bei den zwei Fifa-Offiziellen handelt es sich nach Recherchen der «Handelszeitung» und der BBC um Fifa-Ehrenpräsident Joao Havelange und den Chef der Fussball-WM 2014 in Brasilien, Ricardo Teixeira.

(jft/chb)

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