Im Korruptionsfall im Zürcher Milieu hat die Staatsanwaltschaft eine Pressemitteilung zu den Vorfällen veröffentlicht.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen alle festgenommenen Personen einvernommen. Bei drei der fünf festgenommenen Polizeifunktionären hat die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Die beiden anderen festgenommenen Polizeifunktionäre wurden durch die Staatsanwaltschaft entlassen, da keine Haftgründe mehr bestehen. Die Ermittlungen laufen auch in diesen Fällen weiter.

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Zusätzlich wurde bei einer Privatperson, die im Verdacht steht, einen Polizeibeamten bestochen zu haben, bereits gestern Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Schwere Vorwürfe: Datenbank missbraucht, Personen gewarnt

Den festgenommenen Polizeifunktionären wirft die Staatsanwaltschaft vor, vertrauliche Informationen aus dem elektronischen Polizeisystem (POLIS) unberechtigterweise an Personen aus dem Milieu weitergeleitet zu haben. Ferner stehen sie im Verdacht, Personen aus dem Milieu vor geplanten Polizeikontrollen gewarnt und deren Verzeigungen unterlassen oder unterdrückt zu haben. Dies teilweise gegen sexuelle Dienstleistungen oder Gratiskonsum von Getränken und Essen in unterschiedlichen Lokalitäten.

Sämtliche beschuldigten Personen bestreiten die gegen sie erhobenen Vorwürfe oder verweigern die Aussagen.

(chb/aho)