Nach tagelangen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei wird nun die Nationalgarde in der Kleinstadt Ferguson eingesetzt. Der Gouverneur des US-Bundesstaates Missouri, Jay Nixon, unterzeichnete am frühen Montagmorgen eine entsprechende Anordnung.

In der Nacht war es vor Inkrafttreten einer nächtlichen Ausgangssperre erneut zu Unruhen gekommen. Einzelne Demonstranten griffen mit Molotowcocktails Polizisten an, nach Polizeiangaben fielen in der Menge auch Schüsse. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen.

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Öffentliche Ordnung wiederherstellen

Die Nationalgarde solle helfen, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, sagte Nixon laut einer Mitteilung. Er verurteilte die Gewalt einzelner Menschen, die zunehmend die Bürger und die Betriebe in der Stadt gefährdeten.

Die Unruhen in dem Vorort von St. Louis waren dadurch ausgelöst worden, dass ein weisser Polizist vor knapp zehn Tagen einen schwarzen Jugendlichen erschossen hatte, obwohl der 18-Jährige unbewaffnet war. Seit dem Tod des Jugendlichen Michael Brown ist es in Ferguson nahezu täglich zu gewalttätigen Protesten gekommen.

(sda/dbe)