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Moskau
Kreml dementiert Gerüchte über Erkrankung Putins

Putin: Der russische Präsident wurde zuletzt mit Matteo Renzi gesehen. Keystone

Zuletzt wurde Putin mit Matteo Renzi gesehen. Das ist nunmehr eine Woche her. Die Gerüchteküche brodelt, wo der russische Präsident steckt. Der Kreml dementiert jedenfalls Krankheits-Spekulationen.

Veröffentlicht am 12.03.2015

Seit einer Woche ist der russische Staatschef Wladimir Putin nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden – ein Anlass für viele Spekulationen. Sein Sprecher sah sich nun am Donnerstag gezwungen, Gerüchte über den Gesundheitszustand des Präsidenten zu dementieren.

Putin sei «absolut» gesund, es gebe «keinen Grund zur Sorge», sagte sein Sprecher Dmitri Peskow im Radiosender Moskauer Echo. Auf die Frage, ob Putin denn noch einen festen Händedruck habe, sagte Peskow lachend: «Er bricht dir die Hand.»

Zuletzt mit Renzi gesehen

Putin, der gerne sein Image als starker Mann pflegt, war zuletzt am Donnerstag vergangener Woche bei einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi in der Öffentlichkeit gesehen worden.

Einen Besuch in Kasachstan in dieser Woche sagte er ab, ein Treffen mit Vertretern der abtrünnigen georgischen Provinz Südossetien zur Unterzeichnung eines Abkommens wurde verschoben, auch an einem Treffen des Inlandsgeheimdienstes FSB nahm Putin nicht teil.

Mit Wirtschaftskrise beschäftigt

Daraufhin machten in Russland Gerüchte die Runde, dass Putin krank sein könnte. Sein Sprecher stellte jedoch klar, der Präsident sei mit der Wirtschaftskrise schwer beschäftigt und habe «ständig Treffen, aber nicht alle Treffen sind öffentlich».

Auf die Frage, wann der Präsident denn wieder im Fernsehen zu sehen sein werde, reagierte Peskow allerdings ausweichend. «Sobald die Sonne rauskommt und es nach Frühling riecht, bekommen die Leute Phantasien», sagte er der Nachrichtenagentur TASS.

Im Jahr 2012 war in Russland schon einmal über Putins Gesundheit gerätselt worden, als er mehrere Auslandsreisen absagte und offensichtlich humpelte. Der Kreml erklärte damals, Putin habe Rückenprobleme wegen einer «älteren Verletzung» an der Wirbelsäule. Diese verschlimmerten sich demnach, als Putin versuchte, in einem Leichtflugzeug eine Gruppe Kraniche zu begleiten.

(sda/ise/ama)

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