Donald Trump versprach seinen Wählern einen schärferen Kurs in der Einwanderungspolitik. Der neue US-Präsident hat sich bereits daran gemacht, das Versprechen umzusetzen. Beispielsweise verfügte er für Bürger aus sechs Ländern einen monatelangen Einreisestopp.

Doch schon vor Trump galten für die Einreise in die USA strenge Regeln. Die Behörden verweigern jedes Jahr zahlreichen Einreisewilligen ein Visum. Besonders kleine Chancen auf eine Reise in die USA haben Kubaner, Afghanen und Mauretanier, wie die Grafik des Datenanbieters Statista zeigt.

Viele Gründe für das Veto der Beamten

Es kommen eine Vielzahl von Gründen in Frage, wieso jemand kein Visum erhält: Beispielsweise könnten die Beamten vermuten, dass die Antragssteller in die USA einwandern wollen.

Eine Straftat, fehlende Unterlagen oder zu wenig Geld für den Lebensunterhalt sind weitere Beispiele, wieso ein Antrag scheitern kann. Mit dem «B»-Visum können Reisende während maximal einem halben Jahr in den USA Ferien machen oder Geschäften nachgehen.

Berner Künstler muss auf New York verzichten

Schweizer erhalten selten einen negativen Entscheid, nur 5,2 Prozent der Anträge werden zurückgewiesen. Kürzlich machte der Fall eines Berner Künstlers Schlagzeilen: Der Rapper Native hatte das Atelierstipendium der Stadt Bern in New York gewonnen. Doch der Musiker erhielt kein Visum – offenbar wegen eines Delikts in der Vergangenheit.

Die Schweizer Quote von 5,2 Prozent ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Denn die Schweiz gehört zu den 38 Ländern, wo die Bürger für 90 Tage ohne Visum in die USA reisen können. Ein Grossteil der Schweizer Amerikareisenden fliegt also ohne das Dokument nach Übersee.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

Handelszeitung.ch präsentiert zusammen mit dem Statistik-Portal Statista jeden Dienstag eine aktuelle Infografik aus den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft.