Christine Lagarde bleibt hart: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) besteht auch nach der Einigung über das Griechenland-Hilfspaket auf erheblichen Schuldenerleichterungen für Athen. Sie lässt auch offen, ob der IWF mitmachen wird.

Das Hilfsprogramm sei «ein sehr wichtiger Schritt» vorwärts, hiess es in einer schriftlichen Stellungnahme vom Freitag. Die Schuldenlast sei aber «untragbar» für Griechenland. Weitere Schuldenerleichterungen seien daher notwendig.

Deutlich über Geplantes hinaus

Weiter heisst es in ihrer Erklärung, sie erwarte, dass die Europäer bei einer ersten Überprüfung des Programms konkrete Zusagen und «entscheidende Schuldenerleichterungen machen», die über bisherige Überlegungen deutlich hinausgingen.

Der IWF werde in den nächsten Monaten mit den Europäern und Griechenland zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden, damit sie der IWF-Führung «eine weitere finanzielle Unterstützung Griechenlands» empfehlen kann. Dabei komme es darauf an, dass «alle notwendigen Elemente» der Hilfen berücksichtigt werden.

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Position des IWF steht länger fest

Der IWF besteht seit längerem auf Schuldenerleichterungen für Athen, da das Land sonst nicht aus der Krise herauskomme. In einer internen Studie wurden Massnahmen bis hin zum Schuldenschnitt («Haircut») ins Spiel gebracht. Lagarde war bei den Beratungen Griechenlands und der Euro-Staaten am Freitag in Brüssel per Videolink zugeschaltet.

(awp/sda/dpa/chb)